Forschungsprojekt: KMUs am Regelenergiemarkt

Zusammenfassung


Das Stromnetz in Deutschland ist ständig Schwankungen von Erzeugung und Verbrauch aus­ge­­setzt. Über den Regelleistungs­­markt werden diese Schwankungen ausgeglichen. Ziel dieses Projekts ist es, das wirtschaftliche Potential von kleinen und mittleren Unter­nehmen für eine mögliche Teilnahme am Regelenergiemarkt zu quantifizieren.



Für eine Teilnahme an diesem Regel­leistungs­markt müssen an­spruchsvolle Voraus­setzungen er­füllt werden. Diese Anforderungen und Vor­aus­setzungen zur Teilnahme am Regel­leistungsmarkt, vor allem jene die Mindest­leistung betreffend, schließn die meisten der etwa 400.000 KMUs von der aktiven Teilnahme am Regelleistungsmarkt aus. Diese Betriebe können nur selten 1 MW oder mehr weg- bzw. zuschalten.



Derzeit sind keine Be­strebungen bekannt, die Anforderungen und Voraus­setzungen in naher Zukunft zu ändern. Damit nicht nur großen Unternehmen, sondern auch ein großer Teil der KMU am Regelenergiemarkt teilnehmen können, muss eine einfache Möglichkeit der Bündelung von vielen Anbietern geschafft werden, so genannte große virtuelle Stromabnehmer. Ein wichtiger Schritt in dieser Richtung ist die Identifizierung und Definition von typischen Anlagen ohne großen individuellen Aufwand für die KMUs. Besonders gut geeignet sind Betriebe mit Dreischichtbetrieb oder mit einem über die Woche gleichbleibenden hohen Stromverbrauch.

In den nächsten Arbeitspaketen werden daher ausgewählte Prozesse in mittelständischen Industrie­betrieben analysiert, das Einsparpotential und die notwendigen Investitionen ermittelt sowie die Hemmnisse und Grenzen des industriellen Lastmanagements beleuchtet.

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